Saturn

 

Mythologie

Kronos (lat. Saturn) war vor Zeus der oberste Gott. Er entstammte dem Geschlecht der Titanen. Auf Initiative seiner Mutter Gaia entmannte und kastrierte er seinen Vater Uranos, denn der hatte all seine Kinder, die ihm nicht gefielen, wieder in den Bauch der Mutter gestopft.

Damit ihm seine Kinder nicht dereinst auch stürzen könnten, verschlang Kronos sie unmittelbar nach der Geburt. Allein Zeus, sein Jüngster, entkam dem Schicksal, durch eine List von Kronos‘ Frau Rhea.

Tatsächlich schwang sich Zeus später zum Rächer seiner Geschwister auf. Er entmachtete und entmannte seinen Vater Kronos. Der Gestürzte wurde in die Unterwelt verbannt, doch bald hatte Zeus ein Einsehen mit ihm.

 

Er begnadigte Kronos und schickte ihn auf die Insel der Seeligen im westlichen Ozean. Dort prägte Kronos als weiser alter Herrscher das Goldene Zeitalter. Von den Kämpfen der Olympischen Götter hielt er sich fern, in seiner Welt ging es friedlich und gemächlich zu, wie der Zyklus des Saturn am Himmel.

Den beschaulichen, friedlichen Eigenschaften des Kronos entspricht auch Saturnus, ursprünglich der Gott des Ackerbaus im alten Italien. Er war zu dem ein weiser Lehrer, den er brachte den Menschen die Landwirtschaft und die Errungenschaften
der Zivilisation nahe.

 

Saturn gilt als "Hüter der Schwelle". Er ist das Symbol für die Begrenzungen und steht als "Herr der Zeit" für das Ende ebenso wie für das Unendliche, denn er unterliegt der Zeit nicht mehr.

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Seine Stärke liegt in der Demut und Genügsamkeit. Er verleiht die Kraft sich selber treu zu bleiben und die Bereitschaft sich auch den schwierigen Aufgaben zu stellen. Weiterhin steht er für stark entwickelten Ehrgeiz, verbunden mit großen Durchhaltevermögen.

 

 

 

Aber er kann auch zur "Verhärtung" eines Menschen führen. Die Lebensangst, vor allem die Angst, zu scheitern, nicht gut genug oder nicht liebenswert zu sein, können ebenfalls negativen Begleiterscheinungen sein. Er kann zur verbissenen Härte, störrische Unbeugsamkeit, finsterer Ehrgeiz und kaltes Geltungsbedürfnis führen.

  

Prinzip von Saturn:

Saturn steht für Struktur, Festigkeit und Begrenzung. Somit  bedeutet er Halt, Stabilität, Durchhaltevermögen und Konsequenz.

Er steht für das Abgrenzungsvermögen eines Menschen, aber auch für die Grenzen, die er als unangenehm erlebt, die ihn Begehrtes nicht erreichen lassen.

 

Saturn ist der Herr der Zeit, der dafür Sorge trägt, dass alles einmal zu Ende geht. Als solches steht er für alle Trennungen und Abschiede.

Als Herr des großen Schweigens bedeutet er auch Zurückgezogenheit, die er als schmerzhaftes Alleingelassen sein erlebt werden kann, aber auch als innere Sammlung in die Stille.

Saturn bedeutet ferner Gewissen, Form, Struktur, Verdichtung, Konzentration, Kristallisation, Verpflichtung, Verlangsamung, Recht, Gesetz und Ordnung.

 

Saturn herrscht im Steinbock und im Wassermann als 2. Herscher neben Uranus.

Saturn verkörpert also die Konzentration und die Beharrlichkeit, aber auch die Schwere, Hemmung und Vereinsamung.

Im Horoskop symbolisiert er insbesondere den Vater.

Physiologisch sind ihm die Knochen, die Zähne, die Oberhaut und das Knie zugeordet, sein Wochentag ist der Samstag.



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